Hildesheimer Nachwuchstalent erreicht mehrfach das Achtelfinale und sammelt 665 Weltranglistenpunkte
WTT Turniere in Senec (Slowakei) und Szombathely (Ungarn)
Maris Miethe (TSV Heisede/TTS Borsum) hat bei zwei internationalen Tischtennis-Weltranglistenturnieren in der Slowakei und Ungarn mit starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht.
Der niedersächsische Nachwuchsspieler erreichte in Senec und Szombathely in allen vier Einzelkonkurrenzen (jeweils U17 und U19) die K.-O.-Runde (davon dreimal das Achtelfinale) und wird in der neuen Jugendweltrangliste einen deutlichen Sprung nach vorne machen, vielleicht sogar erstmals unter die Top 200.
Beim Turnier im slowakischen Senec qualifizierte sich Maris sowohl in der U17– als auch in der U19-Konkurrenz für die Hauptrunde. Besonders eindrucksvoll war sein U19-Erfolg gegen den Tschechen Moravek. Nach einem 0:2-Satzrückstand und fünf abgewehrten Matchbällen gewann der Borsumer noch mit 3:2. Erst im Achtelfinale unterlag er dem Franzosen Titouan Morel-Gonzales mit 1:3.
Im U17-Wettbewerb erreichte Maris die Runde der besten 32, musste sich dort allerdings dem Ungarn Mark Gergely, im vergangenen Jahr 3. beim Europe Top 10, mit 0:3 geschlagen geben, ließ dabei allerdings etliche Chancen liegen.
Beim anschließenden Turnier in Szombathely bestätigte Maris seine gute Form. In mit 103 Teilnehmern auch quantitativ sehr stark besetzten U17-Konkurrenz spielte er sich nach zwei Siegen und einer knappen 2:3-Niederlage gegen den kroatischen EM-Achtelfinalisten Deni Vale in der Vorrunde mit einem deutlichen 3:0 gegen den starken Polen Alan Bryk und einem 3:1 über den deutlich höher eingeschätzten Ungarn Lenard Szabo bis ins Achtelfinale. Dort war gegen den Franzosen Rija Warin, der später Silber gewann, Endstation.
Bei den U19 sicherte sich der Bundeskaderathlet nach einem dramatischen Fünfsatzsieg gegen den Polen Alexander Pilch, bei dem er einen Matchball abwehrte und den entscheidenden Durchgang mit 13:11 gewann, den Gruppensieg, nachdem er bereits zuvor den Italiener Davide Simon, Nr. 10 der Setzliste, hochverdient 3:1 geschlagen hatte.
In der K.-O.-Runde setzte sich der Borsumer Drittligaspieler, der im Jugendbereich für den TSV Heisede startet, gegen den englischen U19-Vizemeister Rohan Dani mit 3:1 durch. Im Achtelfinale kam es zur Neuauflage des Duells mit Gergely. Maris lieferte dem Ungarn diesmal einen packenden Kampf, stellte ihn mit variablem Angriffsspiel vor erhebliche Probleme und zog sogar nach Sätzen mit 2:1 in Front. In der Folge fehlte ihm jedoch das Quentchen Glück, sodass er mit 8:11 im Entscheidungssatz unterlag.
Insgesamt dürften Maris und seine Coaches vom Tischtennis Verband Niedersachsen mit den Leistungen und den Ergebnissen des 17-Jährigen, der noch zwei weitere Jugendjahre vor sich hat, sehr zufrieden sein. „Maris hat in den in den vergangenen Monaten sehr hart an sich gearbeitet, ist auch mental stabiler geworden und hat bei den beiden Turnieren gezeigt, dass auch international bei den U19 mit ihm zu rechnen ist. Wenn er so weitermacht, ist es nur eine Frage der Zeit, bis er bei einem Weltranglistenturnier eine Medaille gewinnt“, bilanzierte Vater Helge Miethe, der die Turniere in der Slowakei und Ungarn vor Ort verfolgte und mitfieberte.



(Fotos: Urheber WTT World Table Tennis)
DTTB-Top-48-Bundesranglistenturnier
Nach 2 WTT-Turnieren wartet auf Maris Miethe schon die nächste sportliche Herausforderung. Diesmal auf nationaler Ebene. Am kommenden Wochenende (7. und 8. November) vertritt Maris seinen Heimatverein beim DTTB-Top-48-Bundesranglistenturnier der Jugend 19 in Wiesbaden.
Dass Maris auch gegen die nationale Konkurrenz bestehen kann, hat er bereits im September bewiesen. Mit 11:0 Siegen dominierte er klar die niedersächsische Landesrangliste und qualifizierte sich damit für die DTTB-TOP 48. Dort geht es für die insgesamt 96 größten deutschen Nachwuchstalente nicht nur um den Turniersieg, sondern auch um die Qualifikation für das nachfolgende DTTB-Top-16-Turnier. Los geht es für Maris am Samstag mit der Gruppenphase. Am Sonntag geht es im K.-o.-System um alles oder nichts.
